Das Casa Roja in Punta BravaWohnen über dem Meer | | © tfpelmarw |  | | 11.05.2006 - Teneriffa - Ein ungewöhnliches Schmuckstück begrüsst die Seeleute, bevor sie in den Hafen von Puerto de la Cruz erreichen. Ein weithin leichtendes altes Fischerhaus, das in jahrelanger Kleinarbeit liebevoll renoviert wurde. Das Meeresrauschen ist in der „Casa Roja“ Tag und Nacht zu hören.
 | | | © tfpelmarw |  | | Die Dachterrasse gleicht dem Deck eines Schiffes | Die Bewohner schlafen mit dem sanften Klang der Wellen ein und wachen mit ihm auf, wenn die Morgensonne den mächtigen Vulkan Teide in der Fensterscheibe des Schlafzimmers spiegelt. Ein Blick hinaus und man sieht die Fischer auf ihrem kleinen Kutter die Netze einholen und kann die frische, salzige Luft genießen. Die Dachterrasse der „Casa Roja“ gleicht dem Promenadendeck eines Kreuzfahrtschiffes, nur dass man jederzeit an Land gehen kann. An romantischen Abenden kann man sehen, wie die Sonne neben der weit entfernten Nachbarinsel La Palma im Meer versinkt. Das Geländer gleicht einer Reling. Ein Blick in die Tiefe und man sieht die Felsen auf dem Meeresgrund, der sich rund drei Meter unterhalb der strahlend blauen Wasseroberfläche abzeichnet. Hier kann man das Frühstück genießen, mittags frischen Fisch oder ein saftiges Steak grillen und auf den herrlichen Deckchairs unter dem Sonnenschirm sorglos in den Tag träumen. Kommandobrücke mit Komfort
 | | | © tfpelmarw |  | | Vom Wohnzimmer geniesst man einen weiten Blick über den Ozean |
Im Inneren gleicht das Gebäude einem kleinen Turm: 140 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich auf drei Etagen. Im großzügigen hellen Wohnraum im Geschoss unter der Dachterrasse steht eine Sitzgruppe, an technischem Komfort fehlt es nicht: Es gibt allein vier Satellitenanschlüsse. Wenn es mal ein wenig kühler ist, kann man von hier aus das Auf und Ab der Wellen beobachten. Das Wohnzimmer grenzt an die geräumige, lichtdurchflutete Küche, in der das gut gefüllte Weinregal ein echter Blickfang ist. Eine Etage tiefer lädt der Eingangsbereich zum Plausch ein. Hier gibt es neben dem Telefon- auch einen DSL Internet Anschluss.
 | | | © tfpelmarw |  | | Einst glich das Traumhaus einer Bauruine |
Das Badezimmer ist hell und modern, wandhoch verspiegelt und hat einen großen Waschtisch mit zwei Waschbecken, eine Duschkabine und einen Wärmestrahler. Im Flur befindet sich der geräumige Wandschrank mit praktischen Einbauten, in dem viel untergebracht werden kann. Das Schlafzimmer hat helle Vorhänge. Der wunderbare Sisal Natur-Boden lädt zum Barfußlaufen ein. Es gibt sogar eine Klimaanlage, die allerdings nur höchst selten eingeschaltet wird. In der untersten Etage befindet sich ein weiteres, holzvertäfeltes Zimmer mit einem Doppelbett, das sich tagsüber in ein modernes Sofa verwandelt. Die „Casa Roja“ ist ein bunter Farbtupfer in einer einfarbigen Häuserfront, die sich an der Westseite der Landzunge von Punta Brava entlang zieht, einem idyllischen Ortsteil von Puerto de la Cruz, der die Vorzüge des mediterran-dörflichen Wohnens mit städtischen Annehmlichkeiten vereint.
 | | | © tfpelmarw |  | | Der Transport des Gerüstes über das Dach war sehr kostspielig |
Die kleinen Gassen des Ortes versprühen südliche Lebensfreude. Autos parken hier nicht. Trotzdem ist es nur ein Katzensprung zu den inseltypischen kleinen Bars und Cafes. Auch Geschäfte und eine Bäckerei liegen in unmittelbarer Nähe. Umbau mit Hindernissen Bis aus dem Gebäude, in dem einst Fischer wohnten, ein kleines Schmuckstück wurde, vergingen allerdings fünf Jahre. Für die Renovierung musste eine Vielzahl von Genehmigungen verschiedener Ämter eingeholt werden. Selbst die Küstenbehörde hatte ein Wörtchen mitzureden, da dort wo das Gebäude steht inzwischen nicht mehr gebaut werden darf.
 | | | © tfpelmarw |  | | Morgens spiegelt sich im Schlafzimmerfenster der Teide |
Auch der wechselnden Witterung musste Tribut gezollt werden. Das Haus wurde nicht etwa rot angestrichen, sondern mit einem Spezialputz überzogen, auf den die ausführende Firma eine zehnjährige Garantie gegeben hat. Der Putz lässt nicht nur salzhaltige Ablagerungen abprallen, sondern ist auch äußerst elastisch. So wird vermieden, dass durch die Einwirkung von hoher Luftfeuchtigkeit zum einen und großer Trockenheit zum anderen Risse entstehen. Die Arbeiten dafür waren aufwendig. So musste das Baugerüst über die Dachterrasse befördert und über den Wellen abgeseilt werden, damit es auf den Felsen aufgebaut werden konnte. Inzwischen zieht es Immer mehr jüngere Menschen trotz steigender Immobilienpreise daran interessiert, die alten Fischerhäuser auf den Felsen über der Brandung.
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