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Caldera de Taburiente

Über Stock und Stein

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13.05.2006 - La Palma - Die berühmteste Wandertour auf den Kanaren führt durch die faszinierende Landschaft an den Ufern des Baches in der Caldera im Nationalpark Taburiente auf La La Palma entlang. Die Insel ist ein Paradies für Wanderer. Zwei Touren führen in den mittleren und hohen Lagen rund um die Insel.

Der Weg führt über Brücken
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Der Weg führt über Brücken
Auf diesen Wanderwegen sind die Rucksacktouristen mehrere Tage unterwegs. Es gibt aber auch zahlreiche Routen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades, die einen Tag oder nur einige Stunden dauern. Die wohl bekannteste Wandertour auf La Pama ist der Abstieg durch die Caldera des Nationalparks „Taburiente“. Ausgangspunkt der Wanderung ist ein Parkplatz am Nordrand von Los Llanos de Aridane. Von dort geht es per Allrad-Sammeltaxi zum Parkeingang am rund 13 Kilometer entfernten höher gelegenen Aussichtspunkt Los Brecitos.
 
Die Taxis fahren zwischen neun und zwölf Uhr und kosten zehn Euro pro Person; ein Teil der Fahrer spricht deutsch. Der Jeep rumpelt 35 Minuten lang eine enge holprige Serpentinenpiste bergauf.

Hohe Bäume spenden Schatten
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Hohe Bäume spenden Schatten
Auf halber Strecke hält der Fahrer an zeigt auf einen Bach der, mehrere hundert Meter tiefer durch die steilen Kiefernhänge fliesst. Es ist das letzte Stück des Wanderweges. Kurz darauf ist der Jeep am Ziel angekommen.
 
Eine kleine Drehtür markiert den Beginn der ersten Etappe, die rund neunzigminütige Strecke zum Campingplatz. Der Weg ist ein schmaler schattiger Pfad, der am Berghang entlang verläuft. Es geht 150 Meter bergauf und 750 Meter bergab. Die schattige, 5,6 Kilometer lange Strecke führt durch einen dichten  kanarischen Kiefernwald mit vielen phantasievoll geformten Astgabeln. Es geht auf zahlreichen kleinen Brücken über Barrancos hinweg, in denen hin und wieder kleine Rinnsale fließen. 
 
Hohe Berge und kleine Rinnsale

Gipfel grüßen in der Ferne
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Gipfel grüßen in der Ferne
Die Bergspitzen ragen scharfen Zacken gleich steil in den blauen Himmel. Im Gegensatz zu den grünen Hängen an den Küstenseiten ist die Vegetation im Inselinnern karg, die Pinien werden zu den Gipfeln hin immer spärlicher. Nach knapp anderthalb Stunden ist plötzlich das Geräusch fliessenden Wassers zu hören. Es folgt ein kurzer Abstieg, dann teilt ein Bach den Weg. Es gibt keine Brücke. Man muss über Steine im Bachbett hinweg balancieren. Es folgen zwei weitere kleine Rinnsale, dann ist der Campingplatz erreicht. 

Im zweiten Abschnitt ist die Wegführung nicht immer eindeutig
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Im zweiten Abschnitt ist die Wegführung nicht immer eindeutig
Hier darf nach Voranmeldung bei der Parkverwaltung gratis gezeltet werden. Unter den Pinien stehen rustikale Holztische und –bänke zum Frühstücken und Rasten; Toiletten und Duschen sind gleichfalls vorhanden. Auch ein Info-Zentrum befindet sich hier. Es ist das ganze Jahr über mit zwei Mitarbeitern besetzt,  bleibt aber geschlossen, wenn die Ranger mit angemeldeten geführten Wandertouren unterwegs sind. 
 
Das Info-Zentrum ist der Ausgangspunkt des zweiten Streckenabschnittes,  der Route durch den Baranco de Angustias. Der Weg durch die „Schlucht der  Angst“ ist 7,9 Kilometer lang. Er führt 160 Meter bergauf und 750 Meter bergab. Die Etappe beginnt mit einem langen steilen Abstieg über schmale gewundene Pfade. Es geht über Stock und Stein. 
 
Kleine Eidechsen huschen über den staubigen Weg und verschwinden unter Felsbrocken. Spätesten hier wird klar, warum für diese Wanderung gutes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen empfohlen wird. Man kann auf den mit Kies und Sand bedeckten Steinen leicht abrutschen. Es ist kein leichter Abschnitt. Einige schwierige Teilstücke werden auf Tafeln nur erfahrenen Wanderen empfohlen, sie können aber auf einer Alternativstrecke umgangen werden.
 
Durchs Flussbett hindurch

Weiter geht es im Bachbett
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Weiter geht es im Bachbett
Bald ertönt wieder das Geräusch von  fliessendem Wasser und kurz darauf hat man das breite Bett des Barranco erreicht. War die Ausschilderung bisher hervorragend, so wird die Orientierung jetzt schwieriger. Eines ist sicher: Es kann nur noch bergab gehen. Doch ab jetzt muss man sich seinen Weg selber suchen. Mehrere dutzende Mal muss der kleine Fluß überquert werden. Da heisst es, genau hinzuschauen, um die Steine im Fluss, die den jeweiligen Überweg markieren, nicht zu verfehlen. 
 
Nach knapp zwei Kilometern stösst man plötzlich auf ein Wehr, vor dem zwei Bäche mit einer starken Strömung ineinander münden. Einen Überweg gibt es nicht. Folglich muss man dort Schuhe und Strümpfe ausziehen und  barfuß durch den Bach waten. Beim Balancieren auf den rutschigen Steinen kann man leicht ausrutschen. Es ist daher nicht empfehlenswert, die teuerste Kamera mitzunehmen, um die traumhafte Landschaft zu fotografieren.

Bald erscheint die Playa de Taburiente, ein kleiner Kiesstrand
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Bald erscheint die Playa de Taburiente, ein kleiner Kiesstrand
Nach der Bachüberquerung stösst der Wanderer sofort auf das nächste Hindernis, denn auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, wo der Weg weiter verläuft. Nach einer kurzen Suche ist klar: Man muss eine von Ästen überhangenen Natursteinmauer überqueren und einen Meter fünfzig in die Tiefe springen. In der Gegenrichtung kann man die kleine Mauer übrigens erklimmen, indem man ihre Steine als Stufen nutzt.
 
Spätestens hier wird klar, warum in der Tourismusinformation empfohlen wurde, auf andere Wanderer zu warten, wenn man selbst den Weg nicht findet. Nach einem kurzen Wegstück durch ein Wäldchen geht es weiter wie zuvor: Man läuft im Zickzack über Geröll und Steine, wechselt im Schnitt alle hundert Meter von einer Seite des Flussbettes auf die andere. Bald hat man die ersten kleinen Seen erreicht, wo man die Wanderung für ein erfrischendes Bad unterbrechen kann.
 
Ausgewachsene Felswände begrenzen den Weg

Hier kann gebadet werden
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Hier kann gebadet werden
An diesem sonnigen Sommertag ist hier alles sehr friedlich. Kleine Fische tummeln sich im Wasser, doch ein Blick auf die meterhohen ausgewaschenen Felswände die das Flussbett an den engen Stellen begrenzen, macht klar, warum von Wanderungen während der Regenzeit abgeraten wird. Dann schwellen hier die aus den vielen Schluchten herabgeflossenen Niederschläge zu meterhohen Wassermassen an, deren reissende Strömung alles mit sich fortreisst. Schon manch ein unvorsichtiger Wanderfreund  ist in diesen Springfluten ertrunken.
 
Plötzlich taucht ein aus Felsen geformter überdimensionaler Torbogen auf. Nach einem steilen Abstieg erreicht man  einen kleinen Kiesstrand, von dem  ein steinernes Labyrinth zu mehreren kleinen Süsswassertümpeln führt. Die „Playa de Taburiente“ ist ein beliebter Rastplatz hinter dem ein Wasserfall eine Felswand hinabfliesst. Nach einer kurzen Pause beginnt  die rund dreissigminütige Abschlussetappe der Wanderroute „LP 13“. Ein letztes Mal geht es steil bergauf.

Stärkung vor der Schluss-Etappe
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Stärkung vor der Schluss-Etappe
Das erste Stück des Weges verläuft rund hundert Meter oberhalb des Wasserlaufs, doch nach der Überquerung einer Steinbrücke geht es wieder hinunter zum Flussbett. In diesem Abschnitt des Wanderweges gibt es zahlreiche kleine Teiche, an denen sich Sonnenhungrige aalen, die dafür das letzte Stück des Wanderweges hinauf geklettert sind. Kurz darauf hat man den Parkplatz erreicht, an dem die  Wandertour begann.
 
Im Schnitt dauert der Abstieg durch die „Cadera de Taburiente“ sechseinhalb Stunden. Natürlich ist es auch möglich, statt der Fahrt im Allrad-Taxi zum Mirador Brecitos hinaufzuklettern oder die gesamte Strecke durch die Caldera in umgekehrter Richtung hinaufzusteigen. Dann dauert die Tour erheblich länger und erfordert im Regelfall eine Übernachtung im Verlauf der Strecke. Die „Taburiente“-Tour ist auch nur bei Tageslicht möglich, da in der Dunkelheit die kleinen Passagen über den Bach nicht zu finden sind. Weitere Informationen über die wohl beliebteste Wanderoute auf La Palma erhalten Sie bei:

Der Rückweg führt über Stock und Stein am Bach entlang
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Der Rückweg führt über Stock und Stein am Bach entlang
Parque Nacional Caldera de Taburiente
Ctra. Geral. De Padrón 47 38750 El Paso / La Palma
Tel.: 922 49 72 77
Fax: 922 49 70 81
Email: ww.mma.es/parques>