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Salon de Cooperación

Teneriffa: Hilfsplattform für Afrika

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02.12.2006 - Teneriffa - Der Platz vor der Meeresseite des Messezentrums „Recinto Ferial” in Santa Cruz präsentierte sich an diesem Tag als ein mehrere hundert Quadratmeter großes Katastrophengebiet. Die Szenerie nach einem schweren Erdbeben war hier nachgestellt worden.

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Überall lagen dicke Gesteinsbrocken herum.
 
Irgendwo in diesem Durcheinander lag ein verbuddelter Freiwilliger, der jetzt im Rahmen einer Lehrvorführung der “Bomberos Sin Fronteras” gerettet werden sollte.
 
Ein Fall für „Leon”: Einen deutschen Schäferhund, der für Rettungseinsätze ausgebildet wurde.
 
Er ist darauf trainiert, Menschen zu erschnüffeln, die unter dicken Geröllschichten eingeschlossen sind.
 
Nach wenigen Minuten hat der Hund den Ort entdeckt, an der das Erdbebenopfer liegt. 

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Jetzt wird die Stelle mit Spezialgeräten abgetastet, damit der Eingeschlossene nicht versehentlich im Verlauf der Rettungsaktion von verrutschten Gesteinsbrocken erdrückt wird. 
 
Anschließend wird er vorsichtig freigeschaufelt, auf eine Trage gelegt und von den „Bomberos Sin Fronteras” per Flaschenzug auf die Plattform eines Turmes befördert.

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Die „Feuerwehrleute ohne Grenzen”, so die deutsche Übersetzung des Namens, sind eine internationale Organisation, die sich auf Katastropheneinsätze und Rettungseinsätze vorwiegend in der Dritten Welt spezialisiert hat. 
 
Sie stellte sich im Sommer zusammen mit 40 anderen Ausstellern  im Ausstellungsbereich des „1. Salon de la Cooperación” vor.
 
Dazu zählten  das Rote Kreuz, EDV-Unternehmen, aber auch Wirtschaftsorganisationen aus verschiedenen afrikanischen und südamerikanischen Ländern. 

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Der „Salón de la Cooperación“ auf Teneriffa war ein erster Schritt zur Umsetzung der „UN Millennium Goals”, eines Dokumentes, das im Jahr 2000 von 187 Ländern unterschrieben worden war. 
 
Im Rahmen von diversen Roundtable-Veranstaltungen  und Vorträgen wurde auf dem Kongress über eine Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Entwicklungsländern diskutiert.
 
Dabei ging es darum,  die Grundlagen für den Ausbau der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der sogenannten Ersten und der Dritten Welt zu legen. 

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Die Kanarischen Inseln sollen dabei die Position eines Brük-kenkopfes und logistischen  Zentrums zwischen Europa, Amerika und Afrika einnehmen. 
 
Der spanische Außenminister Miguel Ángel Moratinos hatte es sich vor Beginn seiner Afrikareise nicht nehmen lassen, den Kongress zu eröffnen.
 
Für ihn stellt der  „Salón de la Cooperación” ein Werkzeug zur Verbesserung der Mechanismen dar, die es „erlauben, dass die Welt gerechter und solidarischer” wird. 

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Die spanische Regierung will in diesem Jahr 3,2 Millionen Euro als Hilfsgelder zur wirtschaftlichen Entwicklung ärmerer Länder zur Verfügung stellen, was  0,35% des Bru-ttoinlandsproduktes entspricht.
 
Dabei stehen  Angola, der Senegal, die Kapverdischen Inseln, Mozambique und Namibia im Mittelpunkt.
 
Adán  Martín, der Präsident der kanarischen Regionalregierung,  hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Gesundheitswesens, der Alphabetisierung, der Berufsausbildung und des Infrastrukturausbaus hervor.

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Der Präsident des spanischen Roten Kreuzes, Suárez del Toro, verwies auf den Teufelskreis vom Anstieg der Naturkatastrophen wie Tsunamis, Hungersnöten und gewalttätig ausgetragenen Konflikten, den es zu durchbrechen gelte.
 
Eckpfeiler im Rahmen des Ausbaus der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sind das Internet und die Solarenergie. Mit kleinen Photovoltaik-Anlagen können Schulen und Krankenhäuser selbst in abgelegenen Gebieten mit Strom versorgt werden.
 
Auch in den Abendstunden kann unterrichtet wer-den. Etwa im Bereich der Erwachsenbildung. Dazu bedarf es keiner langen Leitungen, da der Solarstrom mit Photovoltaik-Platten vor Ort produziert und in sogenannten Inselkraftwerken gespeichert werden kann, zumal es Sonne in den afrikanischen Ländern im Überfluss gibt.

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Per Internet stehen die Menschen in Westafrika dann in direkter Verbindung mit kompetenten Ansprechpartnern in Europa und den USA.
 
Für den sicheren Datentransfer von und nach Westafrika will die Firma „Terremark” aus Florida mit einem hochmodernen Rechenzentrum sorgen.
 
Ein Network Acceses Point (NAP), das 40 Millionen Euro kosten wird, soll in der Ciudad Deportiva in La Lagunas Stadtteil Geneto eingerichtet werden und im Frühjahr 2008 seinen Betrieb aufnehmen.

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Damit sollen Unternehmen, Institutionen und Behörden in verschiedenen Ländern miteinander vernetzt werden. „Terremark” ist bereits jetzt auf verschiedenen Kontinenten tätig und garantiert eine hundertprozentige Datenübertragung bei niedrigen Kosten. Der Anlage sollen  sogar Naturgewalten wie Wirbelstürme nichts ausmachen.
 
Ziel der geplanten Maßnahmen ist es, den Menschen in den Entwicklungsländern ein Auskommen zu ermöglichen, was die Ströme der Wirtschaftsflüchtlinge und Asylanten reduzieren würde. 
 
Die afrikanischen Länder sollen gleichberechtigte Partner im wirtschaftlichen Bereich werden, da die bisherige „karitative” Hilfe nur Strukturen der Abhängigkeit produziert hat ohne die eigentlichen Probleme zu lösen.

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Für die Kanaren liegt der Vorteil der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den afrikanischen Ländern in der Schaffung eines zweiten Standbeins neben dem Tourismus. 
 
Es ist davon auszugehen, dass die Ansiedlung von Hightech-Anlagen und der Ausbau der Zusammenarbeit mit führenden Experten im Bereich moderner Energie-Technik die Inseln, und speziell die Gewerbegebiete in der steuerbegünstigten Wirtschaftszone ZEC für Investoren aus den Zukunfts-Industrien im In- und Ausland attraktiv macht.
 
Der nächste „Salon de la Cooperación” soll übrigens in Senegals Hauptstadt Dakar stattfinden.