Die Kanaren in der LiteraturTeneriffas Wolfsmensch | | © tfpelmarw |  | | Zeitgenössiche Darstellung | 11.10.2006 - Teneriffa - Der auf Teneriffa ansässige Zech-Verlag (www.editorial-zech.com) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Literatur in Deutsch, Englisch und Spanisch zu veröffentlichen, bei der die Kanaren und ihre Bewohner eine zentrale Rolle spielen. Jetzt erschien díe auf einer wahren Geschichte beruhende Erzählung "El salvaje gentilhombre de Tenerife" des Italieners Roberto Zapperi.
 | | | © tfpelmarw |  | | Buchtitel | Im Mittelpunkt der Geschichte, die kurz nach Eroberung Teneriffas durch die Spanier spielt, steht Pedro González, Nachkomme eines Guanchenkönigs, der "wilde Edelmann Teneriffas", so die wörtliche Übersetzung des Buchtitels. Er leidet von Jugend an an der Krankheit "Hipetricosis" und ist deshalb von Kopf bis Fuss mit Haaren bedeckt. Er wird als Kind von französischen Korsaren gefangen, die ihn König Heinrich II. schenken. In Paris lernt Pedro Französich und Latein. Er entwickelt sich zum Liebling des Königs, der ihn mit Haus und Gesinde ausstattet. Nach dem Tod des Königs wendet sich das Schicksal. Aus politischen Gründen müssen Pedro und seine ebenfalls an der rätselhaften, im wahrsten Sinne des Wortes haarigen Krankheit leidenden Kinder nach Italien fliehen. In Parma stehen sie zwar auch unter dem Schutz des Fürsten, müssen sich aber in Verkleidungen als Zwerg, Clown oder Osmane zur Unterhaltung des Adels zum Gespött machen.
In den Roman, der zu einer Zeit spielt, als man glaubte, dass Wolfsmenschen in Wälder leben und kleine Kinder essen, fliessen die philosophischen, wissenschaftlichen und mythologischen Sichten des Mittelalters mit ein.
Auch der Mythos von der "Schönen und dem Biest", denn Pedros Frau ist einzigartig gutaussehend.
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