02.09.2006 - Teneriffa - Wenn Meisterwerke nur durch Leiden entstehen, dann war Teneriffas Vorzeige-Surrealist Òscar Dominguez ein wahrer Künstler. Der enge Weggefährte von Pablo Picasso nahm sich am Silvestertag des Jahres 1957, von der körperdeformierenden „Elefantenmensch“-Krankheit schwer gezeichnet das Leben.
Anläßlich des hundersten Geburtstag des in La Laguna geborenen und in Tacoronte aufgewachsenen Malers wurde in diesem Jahr das „Òscar Domunguez“-Jahr auf Teneriffa ausgerufen. Unter anderem findet im Herbst eine große Ausstellung der Surrealisten statt.
Jetzt ist das Leben des Malers spanischen Regis-seur Lucas Fernández verfilmt worden. Victoria Abril spielt in eine todkranke Rechtsanwältin, die auf der Suche nach einem Bild des Künstlers seinen Lebensweg nachverfolgt und die Stätten seines Werdens und Wirkens besucht, wobei das Leben des von Joaquim de Almeida verkörperten Künstlers in Rückblenden in die Handlung eingeflochten wird.
Dieser Kniff ist ein Glücksfall für Teneriffas Tourismuswerbung, denn Dominguez wanderte in jungen Jahren aus und verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Paris, wo er auch die Besetzung der Stadt durch die Deutschen im zweiten Weltkrieg hautnah miterlebte.
Die Dreharbeiten auf der Geburtsinsel des Surrealisten ermöglichen es natürlich auch, dass sich die Schauspieler noch stärker mit dem Gegenstand des Filmes identifizieren können.
Passenderweise zeichnet die aus Lanzarote stam-mende bekannte Sängerin Rosana für die Lieder des Films verantwortlich. Kanarische Darsteller wurden allerdings nur in sehr kleinen Nebenrollen besetzt.