Der HonorarkonsulAnsprechpartner bei Problemen | | © tfpelmarw |  | | 13.05.2006 - Teneriffa - Wenn er von seinem Hobby Golf spricht, gerät Ingo F. Pangels regelrecht ins schwärmen, denn der Sport auf dem Green erfordert höchste Konzentration: „Auch wenn es für Nicht-Golfer nicht unbedingt nachvollziehbar ist, aber Golf ist eine besondere Sache. Man muss alles vergessen.
Wenn man beim Abschlag nicht voll konzentriert ist, haut man daneben und schlägt den Ball ins Aus.“ Der Spieler mit dem Handicap 16 lebt seit mehr als drei Jahrzehnten auf Teneriffa und kennt inzwischen so ziemlich jeden Golfplatz zwischen Lanzarote und El Hierro. Die zweite große Leidenschaft des Diplomingenieurs, der in Sachsen geboren wurde und in Bayern aufwuchs, ist das Hochseefischen. So oft es geht fährt er zusammen mit Freunden in einem Boot aufs offene Meer hinaus. Seine bevorzugten Fischgründe liegen westlich von Santa Cruz vor den Bergen des Anagagebirges.
Beglaubigungen und Staatsempfänge Seit dem April 2003 ist Ingo F. Pangels Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland. Eine irreführende Bezeichnung, denn es ist ein Ehrenamt, ein „Honorar gibt es dafür nicht.“ Er wurde vom Bundespräsidenten ernannt, verfügt aber im Gegensatz zum Generalkonsul in Las Palmas nicht über alle diplomatischen Vollmachten. Zu den Aufgaben des Amtes zählen unter anderem die Verlängerung von Pässen und die Beglaubigung von verschiedenen Dokumenten.
Auch die Betreuung von offiziellen Gästen zählt zum Aufgabenbereich, etwa dann, wenn das Schulschiff der Bundeswehr, die „Gorch Fock“, Teneriffa anläuft. Dann müssen mal eben mehr als 300 Einladungen für den Sektempfang an wichtige deutsche und kanarische Persönlichkeiten verschickt werden, auch die Wäscherei und das Besichtigungsprogramm der Mannschaften muss organisiert werden.
Von Haus aus ist Pangels gelernter Diplomingenieur für Werkstoffkunde und hat unter anderem Fabriken in Argentinien geleitet, bevor er vor 31 Jahren den elterlichen Betrieb auf Teneriffa übernahm. Es handelte sich dabei um Baustoffabriken. Doch die wurden vor einigen Jahren an den Marktführer verkauft. Jetzt ist er auf dem Bausektor tätig und errichtet Industriehallen, eine Aufgabe, die es ihm ermöglicht auch die Funktion des Konsuls auszuüben.
Vor 39 Jahren kam Pangels zum ersten Mal „mit einem Holzdampfer“ nach Teneriffa und hat seitdem die rasante Entwicklung der Insel miterlebt: “Damals gab es die Autobahn noch nicht. Wenn da mal ein Tomatenlaster auf der Landstrasse umkippte, war Puerto de la Cruz zwei Tage von der Hauptststadt Santa Cruz abgeschnitten.“ Seitdem hat sich die Infrastruktur in allen Bereichen erheblich verbessert, wobei natürlich auch viel liebenswert-kanarisches auf der Strecke blieb.
Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass Icod de Los Vinos zu Pangels´ Lieblingsplätzen auf der Insel zählt, denn die Weinstadt mit ihren „alten kanarischen Gebäuden versprüht noch Kolonialcharakter“. Er liebt wegen der „wahnsinnig guten“ Luft und der Landschaft auch die Gegend um Vilaflor, der höchsten Gemeinde Spaniens, wo es Kiefern gibt, um die sich „elf Leute herumstellen“ können.
Nach der Ansicht von Ingo F. Pangels macht vor allem die Lebensqualität Teneriffas die besondere Faszination des „Mini-Kontinentes“ aus, denn wer „arbeitet nicht gerne da, wo auch der Freizeitwert sehr hoch ist.?“
Deutsches Honorarkonsulat Calle Costa y Grijbalba 18 Postfach 10 504 38080 Santa Cruz de Tenerife Mo. - Fr. 10.00 - 13.00 Uhr Tel.: 922 24 88 20 Fax: 922 15 15 55 www.cosalem.de
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