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Marta Solís will es wissen

Popstar mit Ambitionen

© tfpelmarw
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13.05.2006 - Teneriffa - Die Landschaft und die Berge Teneriffas sind wichtige Bezugspunkte für die Pop-Sängerin Marta Solìs. Sie ist in Santa Cruz aufgewachsen, hat aber in Madrid studiert und auch dort ihre ersten Schritte als Sängerin in Musikgruppen gemacht, doch „dort fehlte mir das Meer.“

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Darum zog es sie bald wieder auf die Insel zurück, wo sie aufgewachsen ist. Hier entstanden auch die zwölf Songs ihres ersten Albums „Promesa“, das anschliessend in den Harbour-Studios in Florida mit Musikern eingespielt wurde, die auch auf den Alben von Größen wie Ricky Martin oder Alejandro Sanz zu hören sind. Für Marta war das eine „eindrucksvolle Erfahrung.“
 
Es folgten die ersten Videoaufnahmen und die Vorstellung der Platte in der größten Disco der Inselhauptstadt, dem SAT, das auf der anderen Strassenseite, gegenüber vom Messezentrum Recinto Ferial, direkt am Ozeanufer liegt. In dieser Zeit trat Marta Solìs auch mit ihrer zweiten Single „Tu detras“ bereits in einer ZDF-Sendung über Teneriffa auf und wurde dabei auf den wellenumtosten Klippen neben den Naturschwimmbecken in Garachico gefilmt.
 
Kurz darauf, im Juni 2002, gewann Marta Solìs mit dem selbstgeschriebenen Lied „Vida“ überraschenderweise sogar den Wettbewerb „Festival de Canciòn“, der spanienweit im Fernsehen übertragen wurde. Doch den nationalen Durchbruch schaffte sie nicht. Das lag an einer Kleinigkeit, für die sie nichts konnte: Ihre Plattenfirma musste Konkurs anmelden. Martas CD war deshalb in den Läden nicht erhältlich.
 
Insel als Inspirationsquelle

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Die Künstlerin zog es zurück auf die Insel, wo sie mit der Arbeit am zweiten Album begann, das im kommenden Sommer erscheinen wird. Im Gegensatz zum Vorgänger enthält es keine Latino-Einflüsse mehr, sondern ist ein reines „Pop-Rock Album britisch-amerikanischer Prägung“, das ein wenig an Avril Lavigne erinnert.
 
Für das Komponieren und verfassen von Texten ist Teneriffa für Marta Solìs eine „grosse Inspiration“. Vielleicht muss man auf einer Insel geboren sein, wenn in den Lyrics immer wieder das Element Wasser als Metapher auftaucht. Während viele Hardrocker ihre Songs in einer hektischen Atmosphäre zwischen Hotelzimmer  und Tourbus basteln, braucht Marta Solìs Ruhe, um ihre Inspirationen und Gedanken in Lieder umzusetzen.
 
Darum zieht sie sich zum Schreiben immer wieder in einsame Gegenden zurück. Natur und Idylle sind bekanntlich etwas, das der Besucher auf der überwiegend ländlich geprägten Insel Teneriffa an vielen Stellen findet. Auch Marta Solìs fasziniert die landschaftliche Vielfalt der Insel, die aufgrund ihrerer reichhaltigen Vegetation in den verschiedenen Höhenlagen als kleiner Kontinent gilt.

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Kein Wunder, dass der leicht verwilderte, urwüchsige Playa Tejita in der Nähe von El Medano im sonnigen Süden der Insel ihr Lieblingsstrand ist. Doch auch ihre Heimatstadt Santa Cruz hat sie ins Herz geschlossen.
 
Sie liebt das „europäisch“ urbane Flair des historischen Stadtkerns rund um die Fußgängerzone Calle Castillo und ist erstaunt in welch atemberaubendem Tempo sich das Stadtbild in den letzten Jahren verändert hat. Zum Positiven, wie sie findet, denn  die Zahl der Grünflächen ist gewachsen und das kulturelle Leben nach dem Bau der beeindruckenden, auch nachts aufgrund der Beleuchtung weithin sichtbaren Konzerthalle neben dem Hafen durch eine Vielzahl von Konzertabenden unterschiedlicher Stilrichtungen sowie  Ballett- und Flamencovorführungen immer reichhaltiger geworden. Schauen wir mal, wann Marta Solìs der Headliner im Auditorio de Tenerife ist.