Klasse-Konzert in CandelariaLucie Silvas auf Teneriffa | | © tfpelmarw |  | | Lucie Silvas in Candelaria | 12.03.2007 - Teneriffa - Vor der eindrucksvollen Kulisse der Basilika von Candelaria gab die britische Sängerin Lucie Silvas ein bemerkenswertes Konzert. Dabei ergänzten sich die charismatische Künsterlin, die spielfreudige Band und das einzigartige Ambiente des Veranstaltungsortes aufs Vortrefflichste.
 | | | © tfpelmarw |  | | Lucie Silvas in Candelaria | Es war eines von diesen Konzerten, zu denen man ohne großen Erwartungen geht, um dann positiv überrascht zu werden. Lucie Silvas dümpelt in Deutschland zur Zeit als "special guest" von Reamonn in Mittelfeld der Charts von Media Control. In Spanien hat sie bereits den zweiten Hit. Den Durchbruch schaffte sie ihr mit ihrer Version der Metallica-Nummer "Nothing else matters", wobei sie den gitarrenlastigen Metal-Kracher in eine romantische Ballade verwandelte. Natürlich ist es ein mit vielen Streichern überproduziertes Werk. Um so erstaunlicher, dass die live sparsam instrumentierte Nummer erheblich ergreifender ist. Musikalisch lässt sich die Britin mit der ausdrucksvollen Stimme grob zwischen dem Debut-Album von Sheryl Crow und der Fleetwood Mac-Zeit mit Stevie Nicks einordnen: Softer, balladenlastiger Pop und Rock mit Blues- und Folk-Anklängen. Kein Sound, mit dem man Meilensteine in der Musik-Historie setzt, der aber mitreißend vorgetragen zu begeistern weiss. Das war an diesem Abend der Fall, zumal die Interpretin vom Auftrittsort völlig hingerissen war.
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Fanden die vorhergehenden Konzerte der ersten Spanien-Tour der Sängerin in Barcelona und La Corüña in einer Halle und einem traditionsreichen Theater stand, so gastierte die Sängerin bei ihrem Teneriffa auf dem Platz vor der Kathedral in Candelaria. Von der Bühne aus hat man die Guanchen-Statuen und den sich dahinter erstreckenden, tagsüber blauen und nachts im Mondlicht reflektierten Atalantischen Ozean im Blick. Eine Aussicht, von der Miss Silvas derart hingerissen war, dass sie es dem Publikum ständig mitteilen musste ("Unbelieveable Ilook at the Ocean" & " never thought I would play in place like this"). Kurz: eine Supervorsaussetzung für ein Klasse-Konzert, dass trotz dreitausend Zuschauern ein intimen Rahmen bot. Ob Up-Tempo Nummern mit Band, oder Balladen, bei denen sich die Interpretin nur am Klavier begleitete: Lucie Silvas legte einen souveränen Auftritt, der auch von ihren frischen ungekünstelten Moderationen zwischen den Songs lebte, wobei die Sängerin nicht der absolute Star war, sondern sich ins Ensemble ein fügte. Am Ende standen die Fans dann direkt an der Bühne, während die Begleit-Musiker Rap- & Souil-Einlagen zum Besten gaben.
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