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Die Hunde der Insel

Kanarische Doggen

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11.10.2006 - Kanarische Inseln - Muskulös, robust und sehr beweglich: Das sind die herausragenden Qualitäten des „Dogo Canario“, einer Hunderasse, die auf den Inseln Teneriffa und Gran Canaria ihren Ursprung hat. Die auch als „Spanische Dogge“ oder „Perro de Presa Canario” bekannten Tiere gehören wie die Bulldogge und der Mastiff der Gattung der Molosserhunde an.

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Der „Perro Presa Canario“, auf deutsch der „Kanarische Beutehund“, wird auf den Kanaren erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt.
 
Wahrscheinlich stammt er von den Hunderassen ab, die die spanischen Eroberer und die kurz darauf folgenden Siedler auf die Inseln brachten. Rund zweihundert Jahre später folgten Einwanderer aus Großbritannien. Mit ihnen kamen Bulldoggen älteren Schlages und Mastiffs auf die sieben Inseln.
 
Aus den Kreuzungen der britischen Hunde mit den einheimischen Rassen „Bardino Majorero“ und dem „Cao de Castro Laboreiro“ entstand die kanarische Dogge.

Nachdem die kanarische Rasse in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts fast vom Deutschen Schäferhund verdrängt worden war, wurde im folgenden Jahrzehnt mit einer planmässigen Zucht begonnen. Im Rahmen der Spezifizierung von Rassestandards wurde von internationalen Züchterverbänden vor vier Jahren die Unterscheidung zwischen dem „Dogo Canario“ und dem „Perro de Presa Canario“ getroffen.

Dabei sind die Rassemerkmale beim „Dogo Canario“ erheblich enger gefasst. Das betrifft insbesondere das Gewicht und die Färbung des Fells. Ein weiteres Ziel bei der Festschreibung des „Dogo Canario“ als eigenständige genau definierte Rasse war die Tilgung des Wortes „Presa“ (Beute) aus dem Namen. 

Damit sollte auch jeglicher Hinweis auf die Vergangenheit der Tiere als Kampfhund gelöscht werden. Jahrzehnte lang wurden mit der kanarischen Dogge Hundekämpfe veranstaltet, was eigentlich dem eher ausgeglichenen friedfertigen Wesen der Tiere widerspricht.

Die kanarischen Hunde sind in der Tat imposante Gestalten: Die Hündinnen wiegen 40, die Rüden mindestens 50 Kilogramm bei einer Schulterhöhe zwischen 55 und 65 Zentimetern. Sie haben ein kurzes glattes, aber grobes bräunliches Fell. Die Hunde haben einen sehr ausgeprägten Brustkorb und ein tiefes dunkeles Gebell.  Sie werden von  Viehzüchtern seit Jahrhunderten  als  Wach- und Hirtenhund verwendet, haben aber auch als Jagdhund Qualitäten. Sogar in Deutschland gibt es zahlreiche Hundefreunde, die den „Perro de Presa Canario“ und verwandte Arten züchten. Die Jungtiere werden für rund 500 Euro gehandelt.