Geheimtipp Playa La TejitaTraumstrände im Süden der Insel | | © tfpelmarw |  | | 10.04.2006 - Teneriffa - Strahlender Sonnenschein und die blaue Werte des Atlantischen Ozeans ziehen Touristen und Einheimische in afe Nähe der mächtigen Windräder des Institutes für Erneuerbare Energien, ITER, in Granadilla. An der Küste der Gemeinde im Süden liegen Teneriffas beliebteste Strande: die "Playa La Tejita" und der "Leocadio Machado"-Strand.
 | | | © tfpelmarw |  | | Idylle vor dem roten Felsen | Außerhalb der spanischen Feriensaison zieht es, im Gegensatz zu den Touristenzentren Playa de Las Ame-ricas und Adeje, kaum Badegäste hierher. Es gibt auch keine preussisch-streng anmutende Strandordnung wie im traditionellen Fremdenverkehrsort Puerto de la Cruz. Die Strande sind Teil des 166 Hektar großen Naturreservates Montana Roja, das sich in einer Breite von 75 Metern über die drei Kilometer zwischen den Orten El Medäno und Los Abrigos erstreckt. Mittelpunkt des Areals ist die vulkanische Bergkuppe „Roter Berg" (Montana Roja) mit einer Höhe von 171 Metern und dem 36 Meter hohen Ausläufer „Bocinegro" (schwarzer Mund), der die beiden Strande voneinander trennt.
 | | | © tfpelmarw |  | | Felsen und Sand am Meeresstrand |
Während der in Richtung El Medäno gelegene „Leocadio Ma-chado"-Strand vor allem Kite- und Windsurfer anlockt, zieht es Familien und Badefreunde in die sich in einem langen Halbrund erstreckende Bucht der „Playa La Tejita", Im Gegensatz zu vielen anderen Badeorten ist der Sand hier nicht vulkanisch-schwarz sondern hat eine hellgraue Farbe. Er ist wie an allen Sandstränden Bestandteil eines Ökokreislaufes und wird vom Wind in Richtung Meer geweht, um anschlie-ßend von den Wellen wieder an das Ufer zurückgespült zu werden. Die Vegetation des Naturreservates gleicht einer Steppe, in der die Mauern und braunen Planen einiger Bananenplantagen emporragen. Bei klarem Himmel hat man von hier aus einen wunderbaren Blick auf den Krater des 30 Kilometer entfernten Vulkans Teide. Auch die rund dreißigminütige Klettertour zur Bergkuppe der Montana Roja hat ihren Reiz: Von der Spitze des Hügels kann die Südküste weithin überblickt werden. Hin und wieder sind weit draußen die weissen Heckwellen vorbeigleitendenr Motor-Yachten auf der tiefblauen Wasseroberfläche zu sehen.
 | | | © tfpelmarw |  | | Nacktbaden ist hier übrigens erlaubt |
Sogar die im Minutentakt auf dem Südflughafen Reina Sofia landenden Jets hat man bestens im Blick und das, ohne dass der Lärm der Motoren zu hören ist. Allerdings sollte auf festes Schuhwerk nicht vezichtet werden, da der Weg über Stock und Stein und durch kleine ausgetrocknete Gräben führt. Am Fusse des roten Berges können abenteuerlustige Badefreunde nicht nur im Wasser plantschen sondern auch spitze Felsklippen erklimmen. Hier beginnt das Mekka der Nacktebade-Fans: Überall auf der Playa La Tejita kann sich textilfrei gesonnt werden, da es einer der wenigen Badeplätze der Insel ist, wo FKK erlaubt ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Orten können sogar Hunde mitgenommen werden. Da das Gelände sehr weitläufig und die meiste Zeit eher menschenleer ist, haben die Vierbeiner sehr viel Auslauf und stören niemanden. Der Strand ist für Familien mit Kindern ideal: Bei Ebbe und wenig Wind ist das Wasser sehr flach, so dass die Allerkleinsten mit dem nassen Medium spielerisch vertraut gemacht werden können. Der helle Sand animiert geradezu zum Spielen und Burgen bauen. Die langgezogene Bucht lädt zu Spaziergängen ein. Natürlich gibt es hier auch einen Kiosk, wo erfrischende Getränke gekauft werden können, In den nächsten Jahren soll die Infrastruktur an der Playa La Tejita ausgebaut werden. Ein Campingplatz mit modernen Sanitäranlagen, ein Lebensmittelgeschäft, Internetanschluss und behindertengerechte Zugänge zum Strand sind geplant. Wie weit der rauhe Charme, den das Gelände heute versprüht, verloren geht, wird sich zeigen.
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